Historie

Die Welt ist eine Scheibe

Posted On Juli 7, 2015 at 12:00 pm by / No Comments

Vom 356 bis zum Cayenne – ein Blick auf die Meilensteine der Bremsenentwicklung.

Trotz aller Vorausschau hilft manchmal nur noch der beherzte Tritt aufs Bremspedal. Was dann in einem Porsche geschieht, beeindruckt die Fahrer immer wieder aufs Neue. Dieses brachiale, fast surrealistische Brems-Erlebnis ist kein Zufallsprodukt, sondern – seit dem ersten Serien-Porsche mit Scheiben­bremsen, dem 356 B Carrera 2 von 1962 – gelebte Philosophie.

1962

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Innenumgreifende Scheibenbremsen kommen im 356 B Carrera 2 zum Einsatz. Die Bremszangen umgreifen die Scheiben von innen, wodurch größere Scheiben­durchmesser verwendet werden können.

1966

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Innenbelüftete Brems­scheiben hat der 911 S als erster Porsche serienmäßig an Bord – vorn und hinten. Die Kühl­öffnungen zwischen den Reib­flächen führen die beim Bremsen entstehende Wärme ab.

1974

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Gelochte Scheiben gehören zur spezifischen Ausstattung des 911 Carrera 3.0. Die Löcher garantieren, dass Belagabrieb und Wasser abgeführt werden, wodurch sich das Ansprechverhalten speziell bei Nässe verbessert.

1977

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Vierkolben-Aluminium-Bremssättel sorgen im 911 Turbo 3.3 dafür, dass die Bremsleistung mit der gestei­gerten Motorleistung Schritt hält. Die Technik stammt aus dem Rennwagen 917/30.

1983

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Das Antiblockiersystem (ABS) findet sich zum ersten Mal in der Aufpreisliste des 928 S. Es verhindert, dass die Räder bei einer Vollbremsung blockieren – die Lenkfähigkeit des Autos bleibt erhalten.

1996

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Monobloc-AluminiumBremssättel gehören zur Serienausstattung der ersten Boxster-Generation. Die Vier-Kolben-Mono­bloc-Festsättel sind zur bes­seren Wärmeableitung aus einem Stück gefertigt.

2001

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PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake) feiert im 911 Turbo und 911 GT2 Premiere. Die Keramikbremsen sind 50 Prozent leichter als Graugussscheiben gleicher Leistungsfähigkeit. Dadurch reduzieren sich die ungefederten Massen – Fahrkomfort und Bremsleistung steigen.

2015

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ZehnKolben-Bremssättel kommen erstmals serienmäßig an der Vorderachse des Porsche Cayenne Turbo S zum Einsatz. In Verbindung mit den ebenfalls serienmäßigen Keramikbremsscheiben, die einen Durchmesser von 420 Millimetern aufweisen, sorgen sie für höchste Fading-Stabilität und sehr gutes Ansprechverhalten auch aus hohen Geschwindigkeiten.

Info

Text erstmalig erschienen im Porsche Kundenmagazin Christophorus, Nr. 371

Illustration Bernd Schifferdecker

Verbrauchsangaben

Cayenne Turbo S: Kraftstoffverbrauch kombiniert* 11,5 l/100 km; CO2-Emissionen 267 g/km

911 (TypE 991): Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12.7–8.2 l/100 km; CO2-Emissionen (kombiniert): 296–191 g/km

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