Motorsport

Porsche-Teams setzen auf Rennvorbereitung

Posted On März 22, 2016 at 3:24 pm by / No Comments

In der IMSA WeatherTech SportsCar Championship werden am 19. März die 12 Stunden von Sebring ausgetragen. Nach dem Qualifying startet der beste Porsche 911 RSR beim Rennen aus der vierten Reihe.

Im Qualifying zum Langstreckenklassiker auf dem welligen Flugplatzkurs im Herzen Floridas kam der amtierende IMSA-GT-Meister Patrick Pilet (Frankreich) mit dem vom Werksteam Porsche North America eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 911 auf die siebtschnellste Zeit in der Klasse GTLM. Seine Teamkollegen im Rennen am Samstag sind Le-Mans-Sieger Nick Tandy (Großbritannien) und Kévin Estre (Frankreich). Im zweiten 911 RSR mit der Nummer 912, den er sich im Rennen mit Le-Mans-Gewinner Earl Bamber (Neuseeland) und Michael Christensen (Dänemark) teilt, belegte Vorjahres-Polesetter Frédéric Makowiecki (Frankreich) den zehnten Platz. Mit 18 Gesamt- und 70 Klassensiegen ist Porsche der erfolgreichste Hersteller in der bewegten Geschichte des 12-Stunden-Rennens.

In der Klasse GTD startet der bestplatzierte Porsche 911 GT3 R als Vierter des Qualifyings in das zweitlängste Rennen der US-Saison. Der neue Kundensportrenner aus Weissach wird vom Team Seattle/Alex Job Racing für Mario Farnbacher (Ansbach), Alex Riberas (Spanien) und Ian James (Großbritannien) eingesetzt.

Qualifying-Ergebnis

Klasse GTLM
1. Auberlen/Spengler/Werner (USA/CDN/D), BMW M6, 1:58,402 Minuten
2. Edwards/Luhr/Wittmer (USA/D/CH), BMW M6, + 0,190 Sekunden
3. Guidi/Bertolini/Serra (I/I/BRA), Ferrari 488, + 0,235
4. Briscoe/Dixon/Westbrook (AUS/USA/GB), Ford GT, + 0,306
5. Garcia/Rockenfeller/Magnussen (E/D/DK) Chevrolet Corvette, + 0,454
6. Gavin/Fässler/Milner (GB/CH/USA) Chevrolet Corvette, + 0,476
7. Tandy/Pilet/Estre (GB/F/F), Porsche 911 RSR, + 0,607
10. Makowiecki/Bamber/Christensen (F/NZ/DK), + 0,768

Klasse GTD
1. Segal/Nielsen/Balzan (USA/DK/S), Ferrari 488, 2:02,350 Minuten
2. Keeting/Miller/Bleekemolen (USA/USA/NL), Dodge Viper, + 0,036 Sekunden
3. Klingmann/Curtis/Freiberg (D/USA/USA), BMW M6, + 0,310
4. Farnbacher/James/Riberas (D/GB/E), Porsche 911 GT3 R, + 0,687
5. McNeil/Keen/Jeannette (USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, + 0,891
6. Bergmeister/Lindsey/McMurry (D/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, + 0,934

Allgemeines

Im Vorjahr kamen rund 140.000 Zuschauer zum ältesten und härtesten Sportwagenrennen der USA. Das Werksteam Porsche North America setzt auf der wegen seiner vielen Bodenwellen berüchtigten Traditionsrennstrecke zwei Porsche 911 RSR in der Klasse GTLM ein. Mit 18 Gesamt- und 70 Klassensiegen ist Porsche der erfolgreichste Hersteller in der Geschichte dieses Klassikers, der bereits zum 64. Mal stattfindet. Beim zweiten Saisonrennen der IMSA SportsCar Championship startet Porsche als Tabellenführer des North American Endurance Cup, für den die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring und Watkins Glen sowie das Petit Le Mans gewertet werden.

Das Rennen

In der Siegerliste des 12-Stunden-Klassikers haben sich Rennfahrergrößen wie Juan Manuel Fangio, Dan Gurney, Hans Herrmann, Jacky Ickx und Mario Andretti verewigt. Auch Hollywood-Stars wie Paul Newman und Steve McQueen, der 1970 mit einem Porsche 908 Zweiter wurde, erfüllten sich in Sebring ihren Rennfahrertraum. Der 5,954 Kilometer lange Sebring International Raceway mit seinen 17 Kurven wurde auf einem ehemaligen Militärflugplatz gebaut und am 31. Dezember 1950 eröffnet.

Die Porsche-Fahrer

Für Porsche North America sind in Sebring sechs Porsche-Werksfahrer in der Klasse GTLM am Start. Das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich der amtierende IMSA-GT-Champion Patrick Pilet (Frankreich), Le-Mans-Gesamtsieger Nick Tandy (Großbritannien) und Kévin Estre (Frankreich). Mit der Startnummer 912 treten Le-Mans-Gesamtsieger Earl Bamber (Neuseeland), Frédéric Makowiecki (Frankreich) und der in seiner Heimat Dänemark gerade zum „Rennfahrer des Jahres“ gekürte Michael Christensen an. Mit dem neuen Porsche 911 GT3 R sind in der Klasse GTD die Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) für Porsche-Kundenteams am Start.

Die Porsche-Fahrzeuge

Für die Saison 2016 erhielt der 911 RSR nicht nur ein neues Werksdesign. Der 470 PS starke Erfolgsrenner aus Weissach, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, wurde vor allem aerodynamisch modifiziert und damit dem neuen Reglement angepasst. Die Position des Heckflügels wurde weiter nach hinten verlagert, der Heckdiffusor fällt nun deutlich größer aus. Außerdem erhielt der 911 RSR eine modifizierte Frontlippe sowie weit ausladende Seitenschweller. Der 911 GT3 R startet in Daytona zu seinem ersten Rennen mit dem neuen hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung. Porsche hat den 500 PS starken Kundensportrenner für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert. Bei seiner Entwicklung haben die Ingenieure ein besonderes Augenmerk auf konsequenten Leichtbau, bessere aerodynamischer Effizienz, eine Reduzierung des Verbrauchs sowie eine bessere Fahrbarkeit gelegt.

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Der Porsche 911 RSR

Die Porsche-Erfolge

Den ersten von insgesamt 18 Porsche-Gesamtsiegen in Sebring holten 1960 Hans Herrmann und Olivier Gendebien mit dem Porsche 718 RS/60. Timo Bernhard, Romain Dumas und Emmanuel Collard fuhren zuletzt 2008 mit dem Porsche RS Spyder als Gesamtsieger über die Ziellinie. Die Erfolgsstatistik von Porsche weist außerdem nicht weniger als 70 Klassensiege auf. Den vorerst letzten holte im Vorjahr das Kundenteam Alex Job Racing mit dem Porsche 911 GT America. Davor waren 2014 Jörg Bergmeister, Michael Christensen und Patrick Long mit dem Porsche 911 RSR erfolgreich.

Die Zeiten

Das 12-Stunden-Rennen in Sebring startet am Samstag, 19. März, um 10.40 Uhr Ortszeit (15.40 Uhr MEZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA im Internet auf www.imsa.com.

Das ist die IMSA SportsCar Championship

Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der neue Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Verbrauchansangaben

911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert 12,7 l/100 km; CO2-Emission: 296 g/km

Modellreihe 911 (Typ 991 II): Kraftstoffverbrauch/Emissionen* kombiniert 9,3 bis 7,4 l/100 km; CO2-Emission 216 bis 169 g/km

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