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Motorsport

Porsche-Teams setzen Testprogramm fort

Posted On Januar 12, 2016 at 1:00 pm by / No Comments

Die Abstimmung des neuen Porsche 911 RSR und des neuen Porsche 911 GT3 R auf den Daytona International Speedway hat am zweiten Tag des „The Roar before the Rolex 24“ den Schwerpunkt der Testarbeit für die Porsche-Teams gebildet.

Das Werksteam Porsche North America und die Porsche-Kundenteams konzentrierten sich dabei auf die Vorbereitung der neuen Rennwagen aus Weissach auf den 24-Stunden-Klassiker in Florida, mit dem die IMSA SportsCar Championship, die wichtigste Sportwagen-Meisterschaft Nordamerikas, am 30./31. Januar in die Saison startet. Sowohl für den 911 RSR, mit dem Porsche in der Klasse GTLM seine im Vorjahr gewonnenen drei Meistertitel für Hersteller, Fahrer und Team verteidigen will, als auch für den 911 GT3 R in der Klasse GTD gelten in dieser Saison neue Reglements.

Trainingssession verspätet gestartet

Am Morgen lag die traditionsreiche Rennstrecke im Nebel, so dass die erste Trainingssession des Tages verspätet gestartet und verkürzt wurde. Doch dann kam bei bis zu 23 Grad Celsius immer öfter die Sonne durch, und die Teams konnten ihr am Vortag begonnenes Testprogramm wieder aufnehmen. Dabei waren im 911 RSR mit der Startnummer 911 Patrick Pilet (Frankreich), der amtierende GT-Meister, sowie sein Landsmann Kévin Estre und Nick Tandy (Großbritannien) im Einsatz.

Porsche Teams

Den 911 RSR mit der Nummer 912 teilten sich Earl Bamber (Neuseeland), Frédéric Makowiecki (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark). Sie werden in dieser Besetzung nicht nur die 24 Stunden von Daytona, sondern auch die zwei weiteren Langstreckenrennen der IMSA SportsCar Championship bestreiten – die 12 Stunden von Sebring und das Petit Le Mans auf der legendären Rennstrecke Road Atlanta. Ihre Werksfahrerkollegen Wolf Henzler (Nürtingen), Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) sowie Porsche-Junior Sven Müller (Bingen) absolvierten den offiziellen Daytona-Test in den 911 GT3 R der verschiedenen Kundenteams, für die sie in drei Wochen auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten werden.

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Der Porsche 911 GT3 R

Stimmen

Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Wir konnten heute planmäßig unser Programm absolvieren. Für uns ging es darum, mit dem neuem 911 RSR weitere Erfahrungen zu sammeln, beispielsweise zu sehen, wie er auf Setup-Änderungen reagiert. Wichtig war auch, in der 2:45 Stunden langen Session die Longrun-Performance zu beurteilen. Das waren heute unsere Hauptziele.“

Sascha Pilz, Leiter GT Kundenmotorsport: „Nachdem der Tag neblig begonnen hatte und die erste Trainingssession verkürzt werden musste, nutzten unsere Teams den Rest des Tages, um alle ihre Fahrer mindestens einmal mit dem neuen 911 GT3 R auf die Strecke zu schicken. Sie haben sehr konzentriert ihr Programm abgearbeitet, müssen sich aber noch an das neue Auto und das hohe Abtriebsniveau gewöhnen. Der 911 GT3 R ist von der FIA homologiert, das bedeutet, dass die Teams nicht so viele Änderungen vornehmen dürfen wie an den Autos, die sie noch im vergangenen Jahr gefahren sind. Bei der Abstimmung haben heute alle einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR, Nr. 911): „Wir kennen den 911 RSR gut. Die Auswirkung der für 2016 vorgenommenen Modifikationen sind für uns keine Überraschung. Wir stehen aber erst am Anfang der Abstimmungsarbeit. Heute haben wir uns auf Longruns konzentriert und versucht, das richtige Fenster für die Reifen zu finden, also zu lernen, wann wir mit welchen Reifen fahren müssen. Am Rennwochenende hast du keine Zeit, nach dem richtigen Setup zu suchen. In Daytona musst du deine Hausaufgaben lange vorher machen.“

Kèvin Estre (Porsche 911 RSR, Nr. 911): „Meine ersten Runden als Porsche-Werksfahrer mit dem 911 RSR auf dieser legendären Strecke waren ein tolles Erlebnis. Davon habe ich immer geträumt. Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Für Porsche zu fahren, ist schon etwas Besonderes. Die Abläufe bei Porsche North America sind sehr strukturiert, jeder im Team weiß, was er zu tun hat. Das gibt einem als Fahrer sofort ein gutes Gefühl. Alle haben mich sehr gut aufgenommen, ich fühlte mich von Anfang an wohl. Auch mit dem 911 RSR gab es so gut wie keine Probleme. Natürlich sind da ein paar Kleinigkeiten, die wir noch aussortieren müssen, aber dazu haben wir ja morgen noch einen ganzen Tag. Diese Zeit werden wir nutzen.“

Sven Müller (Porsche-Junior, Porsche 911 GT3 R, Nr. 35): „Ich habe mir Daytona, ehrlich gesagt, nicht so extrem vorgestellt. Die Protoypen und GTLM-Autos sind sehr viel schneller als wir, da muss man höllisch aufpassen, weil man dauernd links und rechts überholt wird. Zum Glück haben wir einen Spotter auf dem Tribünendach, der uns rechtzeitig vorwarnt. Daytona ist eine tolle Strecke mit den Steilkurven im Oval und den schnellen High-Speed-Kurven im Infield. Der neue 911 GT3 R lässt sich problemlos fahren, fühlt sich fast an wie mein Elfer aus dem Supercup. Nur dass er eben viel mehr Abtrieb hat und man später bremsen kann. Für mich ist das eine tolle Erfahrung.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 GT3 R, Nr. 39): „Es ist ja schon eine ganze Weile her, dass ich hier mit einem GTD-Auto gefahren bin. Der neue 911 GT3 R ist zweifellos ein Schritt nach vorne. Was den Abtrieb angeht, ist er einem 911 RSR der Klasse GTLM sehr ähnlich. An die Reifen muss ich mich zwar noch gewöhnen, aber grundsätzlich läuft es schon ganz gut.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship

Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der neue Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

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